Was sind Pensionsfonds?
Insbesondere in England haben privaten und betriebliche Pensionsfonds zu einer Stärkung des heimischen Kapitalmarkt geführt und waren somit eine Ursache für die gute Situation auf den Arbeitsmärkten. Eine unternehmensexterne Geldanlage bringt oft höhere Renditen mit sich. Zudem hat die Auslagerung der Geldmittel für Arbeitgeber den Vorteil, dass das Konkursrisiko für ihn entfällt. Die Absicherung durch den Pensionssicherungsverein ist nicht mehr notwendig.
Was sind Pensionsfonds?
Bei einem Pensionsfonds handelt es sich um eine selbständige Versorgungseinrichtung, von welcher dem Arbeitnehmer oder seinen Hinterbliebenen Rechtsansprüche auf künftige Leistungen einräumt werden. Sowohl Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer können Beitragszahler sein.
Im Jahre 2002 wurden Pensionsfonds als fünfter Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge eingeführt. Mit der Einführung von Pensionsfonds wurde die steuerliche Begünstigung der privaten Altersvorsorge indirekt auch für die Durchführungswege Direktzusage und Unterstützungskasse geöffnet. Hieraus entstandene Anwartschaften sind lohnsteuer- und beitragsfrei und können auf einen Pensionsfonds übertragen werden.
Vorteile von Pensionsfonds für den Arbeitnehmer
Für Arbeitnehmer bringen Pensionsfonds den Vorteil mit sich, einen Rechtsanspruch gegenüber dem Pensionsfonds als externem Träger der betrieblichen Altersvorsorge zu erhalten und Ansprüche bei einem Wechsel des Arbeitgebers mitnehmen zu können.
Vorteile von Pensionsfonds für den Arbeitgeber
Arbeitgebern erlangen durch einen Pensionsfonds den Vorteil, die betriebliche Altersvorsorge besser kalkulieren zu können. Der Arbeitgeber muss nicht mehr die langfristigen Verpflichtungen aus Leistungszusagen eingehen. Vom Pensionsfonds wird eine lebenslange Rente bezahlt. Invaliditäts- und Hinterbliebenenschutz können dabei ebenfalls abgedeckt werden.
Die beliebteste Variante der privaten Altersvorsorge ist die Riester-Rente. Als kapitalgedeckte Zusatzrente mit einer Garantieverzinsung von 2,75 sowie staatlichen Zulagen oder Steuervergünstigungen ist die Riester-Rente eine sichere private Altersvorsorge. Was sollte vor Abschluss einer Riester-Rente beachtet werden und für wen ist sie zu empfehlen?
Eine Riester-Rente ist allen Sozialversicherungspflichtig beschäftigten Personen zu empfehlen. Bei einkommensschwachen Personen mit vielen Kindern sind vor allem die staatlichen Zulagen interessant. Es werden 154 Euro Grundzulage und 185 Euro für jedes Kind gewährt. Ein Beispiel: Haben sie ein Einkommen von 30.000 Euro Brutto im Jahr legen sie 3% ihres Einkommens an. 900 Euro werden also in der Riester-Rente angelegt. Von diesen 900 Euro zahlt der Staat 154 Euro Grundzulage, also zahlen sie nur 646 Euro im Jahr. Haben Sie ein Kind, zahlt der Staat zusätzlich 185 Euro Kinderzulage. Ihr Beitrag reduziert sich auf 461 Euro im Jahr.
Haben sie ein hohes Einkommen, ist die Möglichkeit die Beiträge für die Riester-Rente über den Sonderkostenfreibetrag in ihrer Einkommensteuererklärung finanzieren. Haben Sie ein höheres Einkommen, ist es möglich, dass die Steuervorteile die Höhe der möglichen Zulagen überschreitet. Dann ist es zu empfehlen, den Sonderkostenfreibetrag zu nutzen.
Grundsätzlich steht natürlich jedem der Abschluss einer privaten Zusatzrente offen, aber die so genannte Riester Förderung wird natürlich nur sozialversicherungspflichtig angestellten Personen gewährt, denn Sie benötigen die Riester-Rente um finanzielle Lücken im Alter schließen zu können. Hier sollten Sie auf anderem Wege für ihr Alter vorsorgen.
Wenn Sie eine Riester-Rente abschließen wollen, lohnt es sich genau hinzusehen, denn die tatsächlichen Renditen können sich trotz garantierter Verzinsung erheblich unterscheiden.
Wenn Sie planen, eine Riester-Rente oder ein anderes Produkt der privaten Altersvorsorge abzuschließen, sollten Sie sich vorher gründlich informieren und eine kompetente und unabhängige Beratung in Anspruch nehmen, denn eine Riester-Rente will nicht vorschnell abgeschlossen werden. Ein guter Einstieg in die Thematik kann ein kostenloser Versicherungsvergleich sein.
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